Schülerpraktikum in einer Online-Agentur - Erfahrungen

Ich, Richard, bin Schüler des Gymnasiums Reutershagen. Bei der viminds GmbH absolvierte ich mein Schülerpraktikum, welches jeder Schüler auf unserer Schule, und jeder anderen in Rostock, in der neunten und zehnten Klasse durchlaufen muss. Ich hatte selbst keine Ahnung, wo ich zum Praktikum in der Zehnten hinwollte. Sicher war eins: Bloß kein riesiges Unternehmen. Kaffee kochen kann ich schon.

Ich wusste, dass ich später in die Wirtschaft will. Deshalb sollte mein Praktikum auch in diese Richtung gehen. Nur ist Wirtschaft nicht in zwei Unternehmen begrenzt, was meine Suche nach einem Praktikum nicht unbedingt erleichterte. Ich fragte mich, was es alles in der Wirtschaft gibt, oder was alles mit der Wirtschaft zu tun hat.

 

Das erwartet Dich in diesem Artikel: 

  1. Schülerpraktikum im Online-Marketing
  2. Die Aufgaben in einer Online-Marketing-Agentur 
    - Meine ersten Schritte im Schülerpraktikum 
    - Google Ads: Schon wieder Mathe? 
    - Eine ereignisreiche Zeit geht zu Ende 

 

Schülerpraktikum im Online-Marketing

Als erstes fielen mir die Versicherung ein. Doch das widersprach sich mit meinem ersten Vorsatz, in kein Unternehmen zu gehen, wo ich potenziell nur Kaffee koche. Durch einen Klassenkameraden wurde ich auf Online-Marketing aufmerksam. Ich googlete "Online Marketing Rostock" und viminds fiel mir beim Untersuchen der Websites an Position 1 der Suchergebnisse sofort ins Auge. Am gleichen Tag schrieb ich eine Mail, um mich nach einem Praktikumsplatz zu erkundigen. Die Rückmeldung kam schneller als erwartet und nach drei oder vier E-Mails hin und her hatte ich ein Bewerbungsgespräch arrangiert.

In der Schule hatten wir zwar hunderte Infos, wie man sich auf Bewerbungsgespräche vorbereitet, doch hab ich nahezu alles verdrängt, was wir dazu in der Schule gelernt hatten. Auch auf dem Weg in Richtung Fischereihafen war ich eher damit beschäftigt, da rechtzeitig anzukommen, als mich an den Unterricht über Vorstellungsgespräche zu erinnern. Als ich dort ankam, war ich doch von der familiären Atmosphäre (die sich auch in meiner Praktikumszeit bestätigte) überrascht. Schnell war alles geregelt, ich hatte den Praktikumsplatz sicher, bevor in der Schule überhaupt danach gefragt wurde und musste nur noch bis Januar (mein Praktikum dauerte 2 Wochen im Januar) warten.

comic-mitarbeiter

Eine Visualisierung des viminds-Teams.

 

Die Aufgaben in einer Online-Marketing-Agentur

Meine ersten Schritte im Schülerpraktikum

Als mein Praktikum begann, habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, was man denn so in einer Online-Marketing-Firma macht. Am ersten Tag kam das übliche Procedere: Vorstellung, Einweisung, Sicherheitsbelehrung (naja in einem normalen Büro kann man ja nichts falsch machen, außer die Steckdosen anstatt der Zimmerpflanzen gießen, sich Kabel um den Hals wickeln oder sich zu weit aus dem Fenster lehnen) und die ersten Arbeitsaufträge.

Am ersten und zweiten Tag kamen mir meine Aufgaben sehr stupide vor (später verstand ich, dass ich mich informieren musste, um die wichtigen/richtigen Aufgaben zu absolvieren). Ich sollte mich informieren, was eine gute Internetseite ausmacht oder was ein gutes Online-Marketing-Unternehmen ausmacht. Dabei ging es um einen Wettbewerbsvergleich von den Agenturen, zu denen ich mich mich erst einmal mit den Basics einer guten Werbepräsenz beschäftigen sollte.

Am zweiten und dritten Tag musste ich Akquise-Vorbereitungen treffen. Ab Donnerstag wurde es noch interessanter. Ich durfte dann die Dinge machen, die die Mitarbeiter tagtäglich erledigen.

 

Google Ads: Schon wieder Mathe?

Zuerst durfte ich mich in Google Ads (damals Google AdWords) - ein System von Google, mit dem Werbung in den Suchergebnissen gezeigt wird - einfuchsen. Ein Kunde des Unternehmens startete eine Kampagne und ich durfte Bilder zu den Anzeigen hinzufügen. Das klingt zwar langweilig, aber im Bezug zu der Schreibarbeit, die ich vorher hatte, war es ein echtes Abenteuer. Das Bilder einfügen war schnell gemacht und ich bekam die nächste Aufgabe: Ich sollte eine Excel-Tabelle anlegen, um Wörter zu sammeln, die man googlen würde, wenn man ein Unternehmen wie viminds suchen würde. Ich sollte nämlich eine Kampagne entwerfen bzw. vorbereiten. Ich durfte eine eigene Kampagne entwerfen. Das war echt cool. (Im Nachhinein ergab die Ausarbeitung der ersten zwei, drei Tage Sinn. Ich sollte mich quasi auf das Vorbereiten was noch kommt.)

Beim Wörter suchen war ich bei 36 und präsentierte sie ganz stolz. Der Mitarbeiter, der mir die Aufgabe gegeben hatte, meinte, er hätte bei seiner letzten Kampagne knapp 1.000 gehabt. Da kamen mir meine paar Suchbegriffe lächerlich vor. Zum Schluss hatte ich knapp 400+. Dann ging es ans Einteilen der Worte in Wortfelder. Für jedes Wortfeld sollte eine eigene Anzeige entstehen. Gesagt, getan! Ich war am Donnerstag Abend fertig.

Am Freitag erschuf ich die Anzeigen, wobei dies schwieriger ist, als es klingt. Die stark begrenzten Möglichkeiten, Texte einzugeben, fordern echte Kreativität. Google gibt nur 70 Zeichen für 2 Zeilen und das, was da steht, muss aussagen (ohne zu lügen): "Klick mich ich bin die beste Wahl!"

 

Eine ereignisreiche Zeit geht zu Ende

Am nächsten Tag durfte ich sowohl bei einem Kundengespräch dabei sein, als auch bei einer Besprechung für ein Projekt, an dem schon länger gearbeitet wird.

Das Praktikum bei viminds hat Spaß gemacht und kann ich jedem Schüler empfehlen. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig. So steht die Auseinandersetzung mit Google Ads zur Auswahl, doch wem Zahlen nicht sonderlich liegen, der kann beispielsweise auch redaktionell im Content-Marketing tätig werden oder seine gestalterischen Fähigkeiten im Design-Bereich zur Geltung bringen. Für die angehenden Informatiker ist die Beteiligung bei den Programmierern sicher mit hohen Erfahrungsgewinnen verknüpft.

 

Diese Artikel könnten Dich auch noch interessieren: 

Ein Praktikum bei viminds - Teil 1 

Unser Trainee#01 Frischer Wind in der Agentur 

Online-Marketing Trainee-Programm | Vlog#1