Mit TikTok zu mehr Reichweite

TikTok - Eine App die Rekorde bricht. Allein im Februar wurde TikTok mehr als 100 Millionen Mal heruntergeladen. Damit ist das Videoportal im ersten Quartal 2020 erfolgreicher als WhatsApp, Instagram oder Facebook. Im Hinblick auf die Nutzerzahlen hat die App Social-Media-Plattformen wie LinkedIn, Twitter oder Snapchat längst überholt. Doch eignet sich die erfolgreiche Kurzvideo-App auch als Marketing-Instrument für dein Unternehmen?

 

Was dich erwartet:


Von der Karaoke-App zur Trendplattform

Hinter TikTok steckt das chinesische Tech-Unternehmen ByteDance. Als Nachfolger der Karaoke-App Musical.ly ging TikTok (in China bekannt als Douyin) im August 2018 online. Anders als bei Musical.ly lassen sich bei TikTok nicht mehr nur Lip Sync- und Tanzvideos finden. Neben Beauty-Tutorials und Styling-Tipps kann man auf TikTok auch Comedy-Sketche, Kochanleitungen und Restaurantempfehlungen entdecken.

 

TikTok - Wie funktioniert das eigentlich?

Nutzer laden auf der Plattform kurze Handyvideos hoch, die in dem integrierten Videoeditor bearbeitet werden können. Ähnlich wie bei Snapchat oder Instagram-Storys lassen sich die Videos mit visuellen Effekten wie Beauty- und AR-Filtern verschönern und zusätzlich mit Tonspuren hinterlegen. TikTok-User können dafür innerhalb einer Bibliothek zwischen zahlreichen Audio-Clips wie den Lieblingssongs oder Serien- und Filmdialogen auswählen.
Viele Mechaniken von TikTok funktionieren ähnlich wie auf anderen Social-Media-Plattformen. Auch auf TikTok kann Profilen gefolgt werden. Beiträge können geliked, kommentiert und geteilt werden.

 

Anzahl der Follower nicht so wichtig wie auf anderen Social-Media-Plattformen

Im Unterscheid zu Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook haben TikTok-User die Wahl zwischen zwei verschiedenen Feeds auszusuchen. Auf der “Home”-Seite der App gibt es die Optionen “Folge ich” und “Für dich”. In der Sektion “Folge ich” werden Videos der gefolgten Accounts angezeigt, während in der Sektion “Für dich” Videos basierend auf den Interessen des jeweiligen Users ausgespielt werden. Dadurch ist die Anzahl der Follower weniger wichtig als auf anderen Social-Media-Plattformen.

 

Nutzer verbringen fast eine Stunde pro Tag auf TikTok

Die Nutzerschaft von TikTok ist jung. Rund 70% der User sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Dass TikTok einen gewissen Suchtfaktor besitzt, zeigt sich in der Nutzungszeit. Deutsche User verbringen im Durchschnitt 50 Minuten pro Tag auf TikTok und rufen die App rund 10 mal pro Tag auf. Besonders interessant: Im Hinblick auf die Nutzerzahlen ist Deutschland europäischer Spitzenreiter. Mit über 5 Millionen aktiven Usern liegt Deutschland im Ranking vor.

 

34% veröffentlichen täglich Content

Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Beachtlich ist zudem die hohe Aktivität der TikTok-Nutzer: 34% veröffentlichen täglich Content auf der Plattform. Ein Grund dafür sind “Hashtag-Challenges”, an denen rund 35% aller User teilnehmen. Durch die Verwendung bestimmter Hashtags kann also auch auf TikTok Reichweite generiert werden, was die Video-App als Marketing-Instrument für Unternehmen interessant macht.

Ebenfalls beliebt sind Kollaborationen, sogenannte “Duette”. Mit der Duett-Funktion können User auf den Content anderer Nutzer reagieren und mit anderen interagieren.

 

Neuer Call-to-Action

 

 

TikTok Ads: So schaltest du effektive Kampagnen

Erst seit Anfang 2019 öffnet Bytedance die Video-App schrittweise für Werbung. Im Herbst letzten Jahres startete das Unternehmen eine Selbstbuchungsplattform, welche mit Google Ads und Facebook Ads vergleichbar ist. Mit Hilfe des Tools können Unternehmen Kampagnen entwerfen und etablieren. Allerdings steckt “TikTok Ads” noch in den Kinderschuhen. Die Selbstbuchungsplattform ist in Deutschland bisher nur begrenzt zugänglich. Unternehmen müssen um Zugang zu erhalten eine Bewerbung über die TikTok Ads-Website einreichen.

 

TikTok Formular

 

Bisher bietet TikTok fünf verschiedene Werbeformate an:

  • TopView: bis zu 60 Sekunden langes Full-Screen Video, welches beim Öffnen der App als erstes ausgespielt wird

  • Brand Takeover: 3-5 Sekunden lange Anzeige mit Videos oder Bildern im Vollbildformat

  • In-Feed Ads: bis zu 60 Sekunden langes Video, das in den “Für dich”-Feed integriert wird; User können die Anzeige kommentieren, liken, teilen, dem Account folgen u.s.w.

  • Branded Hashtag-Challenge: Challenge, die User zum Nachahmen und Mitmachen auffordert, mit eigener Hashtag-Challenge-Seite, auf der sämtliche UGCs zusammengefasst werden

  • Branded Effects: Sticker, Filter oder Spezialeffekte, die individuell an die Marke angepasst sind

 

Mit TikTok schnell eine große Reichweite erzielen

Für kleine bis mittelständische Unternehmen ist es momentan noch schwierig, Werbung auf TikTok zu schalten. Doch auch wenn TikTok Ads bisher nur begrenzt verfügbar ist, kann sich eine Präsenz auf der Plattform lohnen. Nicht ohne Grund nutzen immer mehr Influencer und Celebrities die Video-App. Hier kann in relativ kurzer Zeit eine enorme organische Reichweite generiert werden. Voraussetzung dafür ist natürlich interessanter und zielgruppengerechter Content.
So schaffte es das Tech-Magazin Chip.de mit TikTok bereits mehr als eine halbe Millionen Follower zu generieren. Das Unternehmen postet regelmäßig eigens für TikTok produzierte Videos, in denen Wissenswertes rund um das Thema Technik vermittelt wird.

 

Fazit

TikTok ist momentan das große Thema im Online-Marketing. Denn das soziale Netzwerk wächst rasant und versammelt insbesondere junge Nutzer, die für Marketer auf anderen Portalen schwerer zu erreichen sind. Ein Profil auf TikTok kann Unternehmen also helfen, sich im Netz modern zu präsentieren und eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Das heißt jedoch nicht, dass dein Unternehmen blind auf die Plattform setzen sollte. Analysiere zunächst, ob deine Zielgruppe TikTok-affin ist.

 
HOL DIR DAS TIKTOK-WHITEPAPER!
 

 

Diese Themen könnten dich auch interessieren:

Best Practices: TikTok für Unternehmen

Social Media: Achte auf diese 5 Kennzahlen!

Generation Smartphone: Was bringt mobile Werbung?