Recruitung Methoden: Social Recruiting, Active Sourcing

Weiter geht es mit unseren Recruiting-News zum Thema "Social Recruiting und Active Sourcing". Bisher haben wir Dir in unseren Artikeln einiges zu den Themen Karriere-Website, Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgebermarke sowie Employer Branding erklärt. Als Start in das neue Thema stellen wir Dir die Recruiting-Methoden des Social Recruiting und Active Sourcing vor, was sie sind und welche Vorteile sie für Dein Unternehmen bieten.

Der bisher klassische Weg einer Bewerbung erfolgte stets per Post oder Mail – auf Initiative des Jobinteressenten selbst. Offene Stellen konnten seitens der Unternehmen schnell besetzt werden – durch einfaches Inserieren in der Zeitung. Doch dieser Weg führt heutzutage leider vermehrt ins Nichts und Vakanzen bleiben über lange Zeit unbesetzt. Personaler und Arbeitgeber müssen ihren Recruitment-Prozess effizienter gestalten und hierbei sind Active Sourcing und Social Recruiting gern gesehene Instrumente.

 

Erfahre mehr über Active Sourcing und Social Recruiting: 

  1. Was ist Social Recruiting? 
  2. Welches soziales Netzwerk passt zu Dir? 
  3. Social Recruiting mit Facebook 
  4. Was ist Active Sourcing? 
  5. Welche Vorteile hat Active Sourcing? 
  6. Was muss ich beachten? 
  7. Fazit

Mitarbeiter sammeln Ideen

Active Sourcing und Social Recruiting verlangen kontinuirliche Planung und Durchführung. 

 

Was ist Social Recruiting?

Unter Social Recruiting versteht man jegliche Rekrutierungsstrategien, die innerhalb von sozialen Medien und Netzwerken stattfinden. Demnach ist Social Recruiting die computer- und webbasierte Suche nach Personal und vereint ebenfalls die Bewerberkommunikation und -verwaltung. Insbesondere jüngere, internetaffine Generationen werden hierbei angesprochen.

Klare Vorteile: geringe Aufwandskosten, hohe Aktualität und eine verstärkte Reichweite. Ob in einem Business-Netzwerk wie XING oder LinkedIn, oder auf Social Media wie Facebook, Twitter und Instagram – Postings können schnell, einfach und kostenlos erstellt werden. Durch das Teilen von Links oder Beiträgen zu Stellenanzeigen auf Unternehmensseiten oder in Gruppen, wird eine erhöhte Reichweite der Beiträge erzielt. Nutzer können unter dem Post interagieren, kommunizieren, Fragen stellen, Bekannte und Freunde verlinken und weiterverbreiten. Durch kleine Geldbeträge kann die Reichweite weiter gesteigert werden, zum Beispiel auf Facebook.

Aber auch beim Social Recruiting gibt es einige Punkte zu beachten. Denn nicht jedes soziale Netzwerk eignet sich für die Suche nach entsprechenden Bewerbern. Für welche Plattform Du Dich als Arbeitgeber entscheidest, hängt letztendlich immer von Deinen als auch den Bedürfnissen potentieller Bewerber ab.

Soziale Netzwerke für Recruiting

Social Recruiting: Zwischen Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn & Co.

 

Welches soziale Netzwerk passt zu Dir?

Um die Bewerbersuche durch Social Recruiting so effizient wie möglich zu gestalten, empfiehlt es sich, im Vorfeld eine ausführliche Zielgruppenanalyse der entsprechenden Stellenprofile zu erstellen. Dies hilft Dir bei der Auswahl eines geeigneten sozialen Netzwerks und der passenden Form der Ansprache. Zum Beispiel: Auf dem Karrierenetzwerk XING erreichst Du hauptsächlich deutschsprachige Nutzer, in einem formellen Ton. LinkedIn ist hingegen eher international aufgestellt. Junge Nachwuchskräfte tummeln sich vermehrt auf Instagram oder Twitter und lassen sich durch eine lockere und freundliche Ansprache erreichen. Facebook ist hier ebenfalls zu nennen, erreicht aber zumeist nur Personen ab ca. 20 Jahren. XING zählt weltweit 13 Millionen Nutzer und 7,5 Millionen hierzulande; das Durchschnittsalter liegt bei 36 Jahren.

Social Media- und Social Recruiting-Maßnahmen sollten stets an die Bedürfnisse der potentiellen Bewerber angepasst sein. Um mithilfe sozialer Netzwerke aktiv nach neuen Mitarbeitern zu suchen, z.B. durch Active Sourcing und den Einsatz gezielter Filter- und Suchfunktionen, müssen entsprechende Social Media-Strategien kontinuierlich und professionell seitens der Unternehmen und der Personalabteilungen betrieben werden.

Soziale Netzwerke

Nach wie vor Platzhirsch der sozialen Netzwerke: Facebook

 

Social Recruiting mit Facebook

Facebook ist noch immer ein Platzhirsch unter den Social Media-Plattformen. 31 Millionen aktive deutsche Nutzer konnten im ersten Quartal 2018 verzeichnet werden. Eine Zahl, die Du Dir für das eigene Social Recruiting zu Nutze machen solltest. Die Anzahl der verfügbaren Branchen ist auf Facebook enorm hoch und Trends zeigen, dass dort insbesondere Nutzer im Alter von 20 bis 34 Jahren sehr gut zu erreichen sind.

Facebook und die dortigen Ads (Werbung) eignen sich perfekt für die Mitarbeitersuche, denn Du hast die Möglichkeit, Stellenanzeigen zu schalten und damit genau Deine Wunschkandidaten zu erreichen. Du kannst Deine Zielgruppe exakt zu Deinem Bewerberprofil bestimmen und so klar definieren, in wessen Timeline Deine Stellenanzeige erscheinen soll. Definiere Deine Zielgruppe genau, denn so erhöhst Du Deine Reichweite und die Chance, passende potentielle Mitarbeiter zu finden. Und denken Sie auch daran, dass Facebook hauptsächlich vom Smartphone aus genutzt wird und das ständig und überall. Du kannst Deine Zielgruppe also jederzeit ansprechen.

Weiteres Feature des Social Media-Riesen: Seit Beginn des Jahres kann Facebook als Stellenbörse genutzt werden. Spannend für Unternehmen und Jobsuchende, da der gesamte Bewerbungsprozess abgewickelt werden kann - ohne Facebook verlassen zu müssen. Dies funktioniert sowohl in der mobilen als auch in der Desktop-Version. Voraussetzung ist dabei nur eine eigene Facebook-Seite, denn über diese werden die Angebote eingestellt. Ein Stellenangebot wird nach 30 Tagen automatisch deaktiviert, kann jedoch verlängert werden. Aktuell fallen für das Einstellen einer Stellenanzeige keine Kosten an, Stand Januar 2019. Um das Jobangebot zu verbreiten, ist es hilfreich, Werbeanzeigen zu schalten und hierfür Budget einzuplanen. Mit dieser Funktion wird Facebook in Zukunft im Social Recruiting eine wichtigere Position einnehmen und in Konkurrenz zu anderen Job-Plattformen stehen.

Eine Karriere-Fanpage auf Facebook hingegen ist nichts Neues mehr, aber durchaus effektiv. Auf speziellen Karriere-Seiten informiert ein Unternehmen über sich als potentieller Arbeitgeber, veröffentlicht aktuelle Stellen, berichtet über Einstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und gibt Einblicke in die Unternehmenskultur - perfekt für das Personalmarketing! Bedenke jedoch: auch wenn eine Karriere-Fanpage auf Facebook schnell erstellt und obendrein ja auch noch kostenfrei ist, benötigt sie absolute Aktualität und auch den ständigen Austausch mit den Followern. Beim Social Media Recruiting gibt es also viel Arbeit, hast Du aber keine Resscourcen und keine Zeit diese Arbeit zu bewältigen, verzichte lieber darauf! Eine gut strukturierte Karriere-Seite ist Pflicht, eine Karriere-Fanpage auf Facebook jedoch nicht. Sie ist viel mehr der i-Punkt und eine tolle Ergänzung zur Karriere-Seite.

 

Händeschütteln

Aktive Bewerbersuche mit Active Sourcing

 

Was ist Active Sourcing?

Beim Active Sourcing suchst Du selbst aktiv nach geeigneten Kandidaten, anstatt auf die Bewerbungen derer zu warten. Es gibt verschiedene Wege, um vielversprechende Kandidaten zu finden, sie direkt zu kontaktieren und zu "schnappen", bevor Dir die Konkurrenz zuvorkommt. Direktansprachen können über Lebensdatenbanken (angeboten durch Jobbörsen), Business-Netzwerke oder Social Media erfolgen. Es stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Active Sourcing zu betreiben. Zum Beispiel Veranstaltungen wie Recruiting-Messen, Uni-Veranstaltungen, Netzwerktreffen, Tag-der-offenen-Tür oder Workshops.

 

Welche Vorteile hat Active Sourcing?

Mit Active Sourcing hast Du eine bessere Auswahl an geeigneten Kandidaten, können die Besetzung offener Stellen beschleunigen und sparen dazu noch Zeit und Geld. Die Vorteile liegen für Unternehmen also klar auf der Hand. Und auch Bewerber haben durchaus Vorteile: Einmal ein Profil in einem geeigneten Netzwerk angelegt, können sie sich quasi zurücklehnen und warten – ideal, wenn man kurz vor dem Ausbildungsausschluss schon als Bewerber unterwegs sein kann, ohne den Stress zu haben, Bewerbungen schreiben zu müssen. Business-Netzwerke dienen aber nicht nur zwingend der Bewerber-/Jobsuche sondern sind auch immer eine gute Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen. Möglicherweise sind diese in der Zukunft von Nutzen. Außerdem signalisiert Active Sourcing dem potentiellen Kandidaten immer, dass die Stelle nicht leicht zu besetzen scheint, das erleichtert den Blick auf den folgenden Bewerbungsprozess.

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Persönliche Ansprache und passendes Profil, das zeichnet Active Sourcing aus. 

 

Was muss ich beachten?

Für ein gelungenes Active Sourcing musst Du Dich gut vorbereiten. Recherchiere genau, bevor Du einen möglichen Kandidaten kontaktierst. Setze Dich ebenfalls auf eine persönliche Ansprache. Formuliere die aktive Suche nach potentiellen Mitarbeiten nicht als liebloses Standard-Schreiben, denn damit landet Deine Nachricht sicher im Papierkorb. Wenn Du dem Kandidaten ein gutes Gefühl gibst, ihm zeigst, dass Du Dich vorab über ihn informiert und wirkliches Interesse hast sowie das Stellenprofil passt, erweckst Du garantiert Aufmerksamkeit. Der Grundstein für den weiteren Bewerbungsprozess ist gelegt.

Du musst ein hohes Maß an Durchhaltevermögen an den Tag legen, denn mit einer einmaligen Kontaktaufnahme ist es längst nicht getan. Im Gegenteil: Die aktive Suche nach High Potentials und jungen Talenten ist zeitaufwendig und in nicht wenigen Fällen langwierig. Aber es lohnt sich!

Suche nach Talenten

Social Recruiting & Active Sourcing als effiziente Recruiting-Instrumente

 

Fazit

Mithilfe von Social Recruiting und Active Sourcing kannst Du Deinen Recruiting-Prozess effizienter gestalten. Die Vorteile finden sich in den günstigen Kosten, hohen Reichweite und der gezielten Ansprache von Nachwuchskräften und potentiellen Bewerbern. Jedoch ist ebenso Geduld und wirkliches Interesse gefragt, denn wer nur halbherzig und mit Standardschreiben nach neuen Kandidaten sucht, wird so keine finden.

In unserer nächsten Ausgabe der Recruiting-News zeigen wir Dir, was es mit dem Talentpool auf sich hat und wie Du ihn für Recruiting nutzen kannst. Bleib dran!

 

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