Webseiten-Performance-Optimierung - mehr Umsatz für Ihre Webseite

Eine langsame Seite kann im höchsten Maße schädlich für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens sein. Gerade wenn wir mal eben schnell im Internet nach Preisen recherchieren oder Geschenke für unsere Liebsten suchen, wollen wir Wartezeiten nicht tolerieren. Warum auch? Wir zeigen Ihnen welche Probleme auftreten können und bieten erste Lösungsansätze. In der heutigen Gesellschaft ist Zeit ein wertvolles Gut und steht uns nur noch sehr begrenzt zur Verfügung. Im Alltag erwarten wir  stets schnell und präzise an unsere Informationen zu kommen und merken uns die Quellen welche eben diese Kriterien aufweisen. Gerade wenn wir mal eben schnell im Internet nach Preisen recherchieren oder Geschenke für unsere Liebsten suchen, wollen wir Wartezeiten nicht tolerieren. Warum auch?

Schliesslich wird von auch von uns stets Pünktlichkeit, Präzision und Geschwindigkeit erwartet. Im Zeitalter der Hochgeschwindigkeits-Informationstechnologie & QuadCore - Smartphones können wir dies doch auch von Webseiten erwarten? In der Folge bewegen wir uns im World-Wide-Web noch ungeduldiger als in der realen Welt. Es sollte daher niemanden überraschen, dass die Geschwindigkeit & Performance einer Webseite ein wesentlicher Faktor für deren Erfolg ist. Im Alltag wird dies jedoch oftmals nur mangelhaft umgesetzt. Riesige Mengen an Grafiken, Bildern und Javascripten hemmen allzu oft unser Surfvergnügen. Insbesondere dann wenn wir unterwegs mit unseren Smartphones surfen.

 

 

5 interessante Fakten zum Warten

Wir Menschen verabscheuen es zu warten, da wir einfach keine Geduld haben.  Dieses Warten empfinden wir als umso unangenehmer wenn:

  • wir unsere Wartezeit nicht mit einer Tätigkeit füllen können
  • die Wartezeit unvorhergesehen eintritt
  • der Grund für das Warten nicht ersichtlich ist
  • wir gestresst, in Sorge oder in Eile sind
  • wir auf geringwertige Services warten

In unserem Alltag treten diese Nebenbedingungen oftmals zusammen auf. Umso mehr empfinden wir das Warten unter Zeitdruck auf offenbar belanglose Dinge als höchst unangenehm. Sobald wir mit dem Warten beginnen, fangen wir an die verstreichende Zeit wahrzunehmen. Oftmals kommen uns dabei Sekunden wie eine Ewigkeit vor.

Welche Wartezeiten nehmen wir wirklich wahr?

  • Eine Zeitverzögerung von 0.1 Sekunde nehmen wir nicht wahr
  • 1 Sekunde wird bei den meisten Menschen als Verzögerung wahrgenommen jedoch nicht als negativ bewertet.
  • Ab 2 Sekunden Wartezeit nimmt das Maß an Frustration des Users zu.
  • Ab 10 Sekunden wird der User mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Interesse komplett verlieren. Somit sind 10 Sekunden die oberste Grenze für die - sicherlich nicht mehr akzeptable - Ladezeit einer Internetseite.

 

Besorgte Frau am Schreibtisch © MilanMarkovic78 - fotolia.com

 

Wie geht der Besucher mit schlechter Performance und langen Wartezeiten um?

Im schlechtesten Fall erfolgt der Kauf oder die Interaktion bei der “schnelleren” Konkurrenz. In jedem Fall gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der erlebten Performance und dem Ausmaß an Frust welcher entsteht. Genau hier gibt es große Potentiale für Optimierungen an Internetseiten. Der Kampf um Sekunden und Kilobytes lohnt sich in jedem Fall. Die nachfolgenden Zahlenbeispiele aus zahlreichen Studien zu dem Thema sollen dies erläutern.

Die 10 wichtigsten Beispiele für die Auswirkungen von Ladezeiten auf den Erfolg von Webseiten:

  1. 47% der Internetnutzer erwarten eine Ladezeit von 2 oder weniger Minuten für eine Webseite
  2. 40 % der Besucher verlassen eine Internetseite wenn nicht nach ca. 3 Sekunden die Inhalte angezeigt werden
  3. 33 % der Breitband Nutzer warten maximal 4 Sekunden bis sie das Angebot verlassen
  4. Jede Sekunde Ladezeit verringert die Zufriedenheit der Besucher um 16%
  5. Jede Sekunde Ladezeit verringert die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs - die Conversionrate -  um 7%
  6. Amazon meldete einen Rückgang der Verkäufe um 1% bei 100 ms mehr Ladezeit.
  7. In einem Google-Experiment bewirkte eine Erhöhung der Ladezeit von 0,4 auf 0,9 einen Rückgang des Umsatzes um 20 %.
  8. Totalausfälle wie Crashes, Freezes und Serverfehler sind absolut tödlich für das Geschäft. Diese führen bei 75 % der Shopper zu einem Nicht-Einkauf. Bei 28 % der Menschen bildet sich ein negatives Meinungsbild gegenüber dem Unternehmen und sogar 27 % der Menschen werden über ihre negativen Erfahrungen berichten.
  9. 88 % der Online Kunden würden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal eine schlecht wahrgenommene Seite besuchen.
  10. Besonders bei der Zielgruppe welche größere Beträge umsetzt, ist die Loyalität direkt abhängig von der Performance der Internetseite.

Es wird eindrucksvoll deutlich, dass die Ladezeiten einer Webseite sich direkt auf Besuche & Umsätze auswirken und langfristig den Unternehmenserfolg beflügeln aber auch behindern können. Die magischen 2 Sekunden gelten derzeit als obere akzeptable Grenze für die Ladezeit einer E-Commerce Website. Bei der Nutzung mobiler Endgeräte  kommt zu der grundsätzlich schlechten Ladezeit der Website die geringe Bandbreite dazu und kann somit den negativen Effekt extrem verstärken. Genau aus diesem Grunde gilt es diese Zielgruppe in den Fokus seiner Bemühungen zu stellen.

Ein einfaches Zahlenbeispiel anhand einer Hotelwebseite:

Unser Hotel verliert bei einer Seiten-Ladezeit (Desktop) von 4 Sekunden bereits 2 der 5 Buchungen an die Konkurrenz, da wir annehmen können das bereits 40 % der Besucher unsere Seite verlassen haben.

Besucher je Tag 500
Umsatz je Kunde 300 €
Buchungen je Tag (CRate 1%) 5

Wir reden hier von 600 € Umsatzverlust je Tag! Dies sind im Monat bereits 18.000 €.Sie können ruhig davon ausgehen, dass die Auswirkungen auf die mobilen Nutzer noch negativer sind. Bei einer Ladezeit von 4 Sekunden auf dem Desktop-PC wird die Seite auf mobilen Endgeräten noch schlechter performen. Wir verzichten an dieser Stelle die Betrachtung weiter zu vertiefen und ggf. die langfristigen Effekte mit einzuberechnen. Die Zahlen sollten für sich sprechen und zeigen, dass es sich lohnt vernünftig in den Bereich zu investieren. Eine Reduzierung der Ladezeit um nur 1.5 Sekunden könnte den Umsatzverlust halbieren und somit 9.000 € mehr in die Kassen spülen.

So lösen Sie Ihr Performance-Optimierungsproblem!

Es lässt sich oftmals mit überschaubaren Aufwand beeindruckende Effekte erzielen. Die Ansätze hierzu sind vielseitig und können prinzipiell unabhängig vom eingesetzten CMS angewandt werden. Es bleibt jedem Webseiten-Betreiber überlassen wie tief die Optimierungen gehen sollen. Oftmals bietet es sich an die Struktur und das Layout der Seite - insbesondere für mobile User - einer genauen Prüfung zu unterziehen. Sinnvolle Maßnahmen sind u.a.:

  • Reduzierung der Datenmengen von Bildern / Bildoptimierung
  • Nutzung von Datenkomprimierung
  • Reduzierung der Javascript- und CSS-Dateien
  • Nutzung von serverseitigen Caches
  • Nutzung des Browser-Cachings
  • Einsatz von Content Delivery Networks oder Nutzung vom Http2 Protokoll
  • Investition in bessere Hosting-Pakete oder Hardware
  • Optimiertes Responsive Design für mobile Endgeräte

Im Vorfeld steht die Analyse der Nutzerdaten und des technischen Ist-Zustands. Dann erfolgt die Priorisierung der bestehenden Möglichkeiten und die systematische Umsetzung. Eine flankierende, kontinuierliche Analyse bildet die Basis für den Erhalt der positiven Effekte.

Fazit

Die Performance Ihrer Website - egal ob Online-Shop oder Unternehmenspräsentation - ist enorm wichtig für den Erfolg Ihres Unternehmens. Eine langsame Seite kann sich negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens auswirken. Kurzfristig sind folgende Effekte wahrscheinlich:

  • Hohe Abbrecherquote aufgrund von Wartezeiten und dadurch weniger Besucher
  • Hohe Absprungrate bei “durchgekommenen” Besuchern
  • Geringere Verkäufe aufgrund weniger oder frustrierter Besucher
  • Abwanderung der potentiellen Käufer zur “schnelleren” Konkurrenz
  • Schlechtes oder unvollständiges Erfahren der Produktwelt und der Vorteile
  • Weniger Umsatz

Langfristig wird dies auf den Unternehmenserfolg wirken:

  • geringere Empfehlungsquoten und mehr negative Empfehlungen
  • Geringe Wiederkäuferquote aufgrund frustrierter User
  • Verschlechterung des Images der Produkte / Dienstleistungen und des ganzen Unternehmens / Brands
  • Abwanderung der Kunden zur Konkurrenz und langfristig Verlust von Marktanteilen