Was sind KPIs und wie nutzt du sie?

Jedes Ergebnis, jeder Erfolg und auch jeder Misserfolg deiner Marketing-Strategie ist genau messbar. Das ist mit Abstand der größte Vorteil des Online-Marketings. Doch wie genau misst du eigentlich, ob dein Unternehmen in Sachen Marketing auf dem richtigen Kurs ist? Und wie machst du deine Online-Marketing-Erfolge deinen Vorgesetzten verständlich? Dabei helfen dir Leistungskennzahlen, sogenannte KPIs. Was KPIs genau sind und wie du sie am besten nutzt, erfährst du in diesem Artikel.

 

Das erwartet dich:

  1. Was sind KPIs?

  2. Welche KPIs gibt es?

  3. So wählst du die wichtigsten Kennzahlen für deine Ziele

  4. KPIs richtig messen

  5. Auf den Kontext kommt es an

  6. Fazit

 

Was sind KPIs?

 
Mithilfe von KPIs können sowohl Leistungen einzelner Geschäftsbereiche als auch der Erfolg eines gesamten Unternehmens gemessen werden. Sie bilden die Grundlage für zukünftige Entscheidungen im Marketing.
 
Da Leistungen und Erfolge durch KPIs erst greifbar gemacht werden, sollten sie essentieller Bestandteil einer Online-Marketing-Strategie sein und dazu beitragen, Unternehmensziele zu schärfen.

 

 

 

 

Welche KPIs gibt es?

 
Doch welche KPIs solltest du überhaupt messen? Kurzgesagt: Die “richtigen” KPIs gibt es nicht. Jeder erachtet andere KPIs als relevant und wichtig - abhängig von den jeweiligen Unternehmenszielen. Um dir eine Vorstellung davon zu geben, welche Kennzahlen du messen kannst, haben wir einige Beispiele wichtiger KPIs aus dem Marketing-Bereich aufgelistet:

 

  • Conversion Rate
  • Engagement Rate
  • Impressions/Reichweite
  • Click-Through-Rate/Klickrate (CTR)
  • Absprungrate/Bounce Rate
  • Visitors
  • Unique Visits
  • ROAS (Return on Advertising Spending)
  • Umsatz
  • Cost per Thousand – CPT (Cost per Mille – CPM)
  • Cost per Click – CPC
  • Total Cost
  • Daily Cost
  • Kosten pro Lead (CPL)
  • Interaktionsrate

 

Digital Jetzt Projekt

So wählst du die wichtigsten Kennzahlen für deine Ziele

 
Voraussetzung für aussagekräftige KPIs sind klare Zielsetzungen, die im Zuge einer Online-Marketing-Strategie definiert werden müssen. Für die Formulierung deiner Marketing-Ziele kannst du dich an der SMART-Methode orientieren.

 

SMART steht für:

  • S pecific (spezifisch)

  • M easurable (messbar)

  • A chievable (erreichbar)

  • R ealistic (realistisch)

  • T ime-bound (zeitgebunden)

 

Kopie von Blue and White Arrow Chart Presentation

Die SMART-Methode kann dir dabei helfen, klare Ziele zu definieren und einzuhalten.
 
 

Wenn du deine KPIs nach diesen Maßstäben auswählst, stellst du sicher, dass die Kennzahlen klar formuliert sind und erreichbar bleiben.

 

Stelle dir beim Präzisieren deiner Ziele am besten folgende Fragen:

  • Ist die Kennzahl spezifisch genug?

  • Kann ich die Kennzahl messen?

  • Ist es meinem Unternehmen möglich, diese Vorgaben zu erfüllen?

  • Wie relevant ist die Leistungskennzahl für mein übergeordnetes Geschäftsziel?

  • In welchem Zeitraum müssen die Ziele erreicht sein? 

 

 

Ein schlecht formuliertes Ziel, das nicht die SMART-Kriterien erfüllt, kann zu ungenau und oberflächlich konzipiert sein. Ein Beispiel dafür sind Aussagen wie: “Wir wollen doppelt so viele Aufrufe auf unserem Firmenblog generieren.” Bei dieser Formulierung fehlt beispielsweise die Zeitangabe. Besser wäre folgende Formulierung nach der SMART-Methode: “Wir wollen die Anzahl der Visits unseres Firmenblogs bis Ende Q4 2020 um 50 Prozent steigern.”

 

KPIs richtig messen

 
Für eine aussagekräftige Messung des Erfolgs einer Marketing-Maßnahme, müssen KPIs über einen längeren Zeitraum geprüft und analysiert werden. Für die Auswertung werden in der Regel Reportings erstellt, bei denen die wichtigsten Leistungskennzahlen visuell dargestellt werden. 
 
 
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Controlling: Behalte deine Performance mit einer regelmäßigen Auswertung deiner KPIs im Blick. © Unsplash 

 

Diese Übersichten können dabei helfen, beispielsweise der Geschäftsführung Entwicklungen und Fortschritte zu verdeutlichen.

 

 

Auf den Kontext kommt es an

 
Nicht alle Leistungskennzahlen sind für sich allein gesehen aussagekräftig. Viele KPIs gewinnen erst im Kontext zu anderen Kennzahlen an Relevanz. So ist eine steigende Anzahl an Newsletter-Abonnenten nicht automatisch ein Anzeichen für Erfolg. Wenn deine Conversion Rate beispielsweise trotzdem sinkt, es dir also nicht gelingt, Abonnenten in Kunden umzuwandeln, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass du deine Newsletter-Strategie überdenken solltest.
 

Ein weiteres Beispiel dafür sind viele Kennzahlen aus dem Bereich Social Media. Offensichtliche Kennzahlen wie die Anzahl der Follower, Likes oder Kommentare geben allein noch keine realistische Auskunft über den wirklichen Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Diese Kennzahlen müssen stets im Verhältnis zu anderen KPIs betrachtet werden. Im Allgemeinen solltest du dich eher auf KPIs konzentrieren, die handlungsorientiert sind, die dir also konkret bei der Entscheidung von zukünftigen Marketing-Maßnahmen helfen können.

 

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Fazit

 
KPIs sind eine wichtige Stütze für jede erfolgreiche Online-Marketing-Strategie. Bei der Auswahl deiner KPIs ist es wichtig, dass du die Kennzahlen mit deiner Zielsetzung abstimmst, um eine wirklich aufschlussreiche Analyse deiner Performance durchführen zu können. Außerdem solltest du beachten, die Kennzahlen immer in ihren Kontext einzubetten, denn ein einzelner Wert ist selten aussagekräftig. Durchdacht gewählte Leistungskennzahlen können dir dabei helfen, bei all den Zielen und Vorgaben den Überblick zu behalten und dir im Rahmen einer Kennzahlen-Analyse positive und negative Entwicklungen anzuzeigen. Durch die Auswertung bestimmter KPIs im Rahmen regelmäßiger Reportings werden Erfolge und Misserfolge auch für Außenstehende leichter nachvollziehbar. So lassen sich Optimierungen faktenbasiert vornehmen und weniger nach Bauchgefühl.