10 Gründe warum Unternehmen 2010 mit Social Media Marketing anfangen sollten

Wir haben hier 10 wichtige Gründe für die Nutzung von Social-Media für Unternehmen zusammengetragen. Die Liste ist mit Sicherheit nicht vollständig – aber bietet vielleicht eine kleine Hilfestellung.

1. Kunden zu Markenbotschaftern konvertieren

Die Zeit des interruptiven Marketings, einem Marketing, wo es darum geht, unsere Aufmerksamkeit mit störenden Werbeunterbrechungen zu erzwingen, ist vorbei. Niemand möchte sich zukünftig von passiver Werbung belästigen lassen. Unternehmen die weiterhin auf diese Strategie setzen, werden früher oder später ein Imageproblem bekommen.

Die Entwicklung von der gekauften Aufmerksamkeit geht hin zu einer verstärkten Bildung von Gemeinschaften um ein Unternehmen herum.

Quelle: http://buzzcanuck.typepad.com

Die Aufgabe von Unternehmen wird es zukünftig sein, die treuesten Kunden glücklich zu stellen, zu binden, weiteres Vertrauen aufzubauen, sie zu „Fans“ und damit kostenlosen Mitarbeitern  zu machen. Loyale Fans sind Multiplikatoren und werden zu Missionaren des Unternehmens und ihrer Markenbotschaft.

Die Weiterempfehlung durch Mund-zu-Mund Propaganda an Freunde und Bekannte ist bekanntlich eine der effektivsten Werbeformen. 83% der Menschen glauben den Empfehlungen ihrer Freunde.

2. Abgrenzung von den Mitbewerbern

Die Konkurrenzdichte in den Märkten ist hoch wie nie zuvor. Unternehmen sind daher gezwungen, besondere Inhalte zur Verfügung zu stellen, um sich von ihren Mitbewerbern abzugrenzen.

Viele Unternehmen sind jedoch unsicher in Bezug auf den Einstieg in das Thema „Social Media“ und machen erst mal gar nichts. Das kann sich schnell als Fehler herausstellen!

Unternehmen, die gut vorbereitet und strukturiert den Dialog mit ihren Stakeholdern schon jetzt suchen und aufbauen, genießen höheres Ansehen und verbessern ihr Image. Gegenüber den Unternehmen mit „Straußenpolitik“, werden dadurch Wettbewerbsvorteile erreicht.

Nutzen Sie Gelegenheit und verschaffen sich selbst einen Wettbewerbsvorteil, indem sie aktiv werden. Gar nichts zu tun, ist definitiv kein zukunftsorientierter Weg!

3. Geringe Kosten durch effektive Distribution

Die Marketingbudgets sind straff angesichts der momentanen gesamtwirtschaftlichen Lage.  Daher werden Unternehmen  immer häufiger versuchen ihre Markenbotschaft zur Zielgruppe auf die kostengünstigste und effizienteste Art zu transportieren. Einmal produzierte Inhalte werden im Social-Web multipliziert und sorgen mit den richtigen Instrumenten für hohe Aufmermerksamkeit.

Social Media bietet deshalb klare Vorteile gegenüber den anderen Medien. Dazu aber mehr in einem anderen Artikel.

4. Positiveres Image durch offene Kommunikation

Wenn ein Unternehmen im Social-Web aktiv wird, macht es sich auch für eine Vielzahl von Arbeitnehmern interessant, die es gewohnt sind, mit StudiVZ, Twitter oder Facebook zu kommunizieren.

http://www.compass-heading.de/cms/nutzerzahlen-sozialer-netzwerke-januar-2010/

Eine aktuelle Studie von Januar 2010 zeigt auf, dass beispielsweise alleine Facebook ca. 13 Millionen Nutzer in Deutschland hat (auch wenn diese Zahlen nicht 100% stimmen zeigen sie doch das Potential auf).

Die Grafik zeigt die Nutzerzahlen der wichtigsten sozialen Netzwerke in Deutschland (in Mio.). Mit den Zahlen wird auch ein weiterer Grund für Unternehmen klar: Die unglaubliche Masse an Menschen, die bereits aktiv im Social Web unterwegs ist.

Gehören Sie Unternehmen zu den „First-Movern“, dann ist Ihnen auch die Publicity der immer größer werdenden Web-Gemeinschaft sicher. Generell wird der Schritt hin zu einer offeneren Unternehmenskommunikation im Web, von außen immer als positiv bewertet.

5. Neue Sichtweisen durch Dialog mit der Zielgruppe

Die Menschen sind an vielerlei Dingen interessiert. In ihrem Unternehmen passieren täglich spannende Dinge, die Menschen bewegen – finden Sie heraus wo und teilen Sie dies mit ihren Kunden!
Das „hinter die Kulisse schauen“  vermittelt einen sympathischen, offenen Eindruck und schafft  die Basis für den Dialog mit ihren Stakeholdern. Schaffen Sie Anreize für Kommentare und Antworten, denn diese verschaffen ihnen neue Informationen und Außenansichten.

6. Mehr Transparenz für ”Unternehmen zum Anfassen”

Es ist ein einfaches Prinzip: Mehr Transparenz ermöglicht Einblicke in ihr Unternehmen für die Zielgruppe und schafft eine engere Bindung. Sie schreiben sich Transparenz auf die Fahne? Kommen Sie weg von den Floskeln der Unternehmenskommunikation und beweisen Sie es.

Blogs, Twitter und andere soziale Netzwerke sind prädestiniert, um Transparenz zu zeigen.  Sie heben die Bindung zu ihrer Zielgruppe auf neues Niveau und machen Sie sich selber greifbarer.

7. Gezieltere Ansprache von Zielgruppen und Multiplikatoren

Durch Social-Media Angebote können sie ihre Zielgruppen und Multiplikatoren gezielter angesprochen und mobilisieren. Menschen interessieren sich für ihr Unternehmen oder ihre Marke? Sprechen Sie sie an! Wenn jemand auf ihrem zukünftigen Blog kommentiert oder Fan auf ihrer Facebook-Seite wird, dann habe sie einen potentiellen Interessenten.

Suchen Sie den Dialog und sprechen Sie ihre Stakeholder gezielt an.

8. Der virale Effekt

Die Vernetzung der Menschen und die modernen Schnittstellen (Bsp.: RSS) ermöglicht es ihnen, Botschaften und Inhalte in vorhandenen Netzwerken zu verbreiten. Der Erfolg ihrer Social-Media Aktivität wird durch den “viralen Effekt” der Netzwerke bestens unterstützt.

Ich greife ein Beispiel von der Business-Plattform XING auf: Aus meinen 122 Kontakten werden in der 3. Generation fast 1 Million Kontakte, die durch virales Marketing erreichen werden können (siehe Grafik).

Die Statusmeldungen bei XING und andere Formen der Kommunikation erreichen über Freunde und deren Freunde und Kontakte eine große Masse von Menschen.

Sie sehen selbst: Der „virale Effekt“ erhöht Ihre Reichweite exponentiell.

9. Direkt auf Kritik reagieren können

Kritik ist vermutlich bei jedem Unternehmen allgegenwärtig – egal wo. Fürchten Sie keine Kritik auf ihrem Blog oder Twitter–Profil – es ist wertvolles Feedback in ihrem Sichtfeld auf das sie direkt reagieren können.

Oder wollen Sie Kritik lieber außerhalb ihres direkten Wahrnehmungsbereiches,  wo sie keine Möglichkeit der Stellungnahme haben?

10. Hilfe bei Marketingentscheidungen durch Crowdsourcing

Haben Sie Marketing-Ideen und können sich nicht entscheiden? Warum binden Sie nicht ihre Stakeholder in die Entscheidungsfindung ein? Dann bedienen Sie sich des Crowdsourcings.

Zitat: “Crowdsourcing ist die Strategie des Auslagerns einer üblicherweise von Erwerbstätigen entgeltlich erbrachten Leistung durch eine Organisation oder Privatperson mittels eines offenen Aufrufes an eine Masse von unbekannten Akteuren, bei dem der Crowdsourcer und/oder die Crowdsourcers frei verwertbare und direkte wirtschaftliche Vorteile erlangen.”[2]

Quelle: Christian Papsdorf, C., 2009, Wie Surfen zu Arbeit wird. Crowdsourcing im Web 2.0, S. 69.

Befragen sie ihre Fans auf Facebook oder ihre Followers bei Twitter! Ihre Zielgruppe wird sich respektiert und  integriert fühlen – die Basis für einen besseren Kontakt.

Sie erhalten spannenden, neuen Input und vielleicht sind sogar innovative Ansätze dabei. Das Feedback ist auf jeden Fall eines – eine ungefilterter Rückkanal ihrer Zielgruppe. Lernen Sie den Wert dessen zu schätzen!

Fazit:

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn es gibt unzählige Gründe mit Social Media zu beginnen. Fallen euch noch weitere ein? Dann schreibt einfach einen Kommentar. Es würde uns freuen!

Über den Author

Dennis Born Dennis Born ist Gründer von viminds. Der geborene Rostocker absolvierte eine kaufmännische Ausbildung in der Tourismusbranche und eine anschließende Qualifikation zum Fachkaufmann für Marketing (IHK). Heute berät er Unternehmen über Onlinemarketing- und Social-Media-Marketing-Strategien, hält "Social Media - Workshops entwickelt moderne Webpräsenzen und ist Gründer und Autor der golffokussierten Webseite www.golfen-mv.de.

  • klaaskramer

    Vielleicht brauchen manche Entscheider eine solche Rhetorik.
    Für einen differenziert sehenden Menschen stoßen manche Punkte auf Alarm, denn sie enthalten schon in der Überschrift Behauptungen einer Kausalität, die in der Praxis nicht automatisch gegeben ist:
    Z.B.
    Zu 2. Durch die Tatsache, Social Media Marketing zu betreiben, grenzt sich kein Unternehmen automatisch vom Wettbewerb ab. Das tut es auf strategischer Ebene, nicht durch die Wahl der Mittel.
    Zu 3. Offene Kommunikation kann, muss aber nicht zwingend ein positives Image hervorrufen
    Zu 7. Gezielte Ansprache ist theoretisch möglich, praktiziert wird sie fast nirgends richtig
    Zu 8. Der virale Effekt ist nicht planbar, allenfalls die ersten Schritte dorthin. Nur die Verknüpfungen richtig zu setzen ist allenfalls eine Grundvoraussetzung
    10. Crowdsoucing für Marketingentscheidungen: da bin ich ein Fan von (Verquickung von Social Media PR und Brand Hacking). Wer mit einem Marktdaten-Sammel-Verständnis an Social Media herangeht, nutzt nicht die Weißheit der Vielen sondern verirrt sich in Datenreihen, zu deren Interpretation der Kontext fehlt.

  • Anonymous

    Hallo Herr Kramer,
    danke für ihre Stellungnahme, die ich sehr schätze.
    Zu aller erst: Ihre Kritik ist berechtigt und ich nehme gerne dazu Stellung:

    Selbstverständlich ist auch mir differenziertes Denken nicht fremd und deshalb bin ich mir der Tatsache durchaus bewußt, dass nichts im Social-Media Marketing (SMM) automatisierten Kausalitäten unterliegt.
    Die einzelnen Gründe für SMM in diesem Artikel, können als eine Zielvorgabe oder “Best-Case” verstanden werden, welche Chancen und Möglichkeiten SMM bietet. Aber: Um im SMM erfolgreich zu sein, müssen in der Praxis natürlich erst mal die richtigen Dinge auf den Weg gebracht werden.

    Unter anderem soll dieser Artikel, der allenfalls eine oberflächliche Betrachtung zulässt, ein Auftakt und die Initialzündung für eine Vertiefung der Thematik auf diesem Blog sein.

    Dazu bietet er ja anscheinend reichlich “Anknüpfungspunkte”, das haben sie mit ihrem Kommentar bewiesen. Dafür auf jeden Fall vielen Dank. Mehr in Kürze.

  • viminds

    Hallo Herr Kramer,
    danke für ihre Stellungnahme, die ich sehr schätze.
    Zu aller erst: Ihre Kritik ist berechtigt und ich nehme gerne dazu Stellung:

    Selbstverständlich ist auch mir differenziertes Denken nicht fremd und deshalb bin ich mir der Tatsache durchaus bewußt, dass nichts im Social-Media Marketing (SMM) automatisierten Kausalitäten unterliegt.
    Die einzelnen Gründe für SMM in diesem Artikel, können als eine Zielvorgabe oder “Best-Case” verstanden werden, welche Chancen und Möglichkeiten SMM bietet. Aber: Um im SMM erfolgreich zu sein, müssen in der Praxis natürlich erst mal die richtigen Dinge auf den Weg gebracht werden.

    Unter anderem soll dieser Artikel, der allenfalls eine oberflächliche Betrachtung zulässt, ein Auftakt und die Initialzündung für eine Vertiefung der Thematik auf diesem Blog sein.

    Dazu bietet er ja anscheinend reichlich “Anknüpfungspunkte”, das haben sie mit ihrem Kommentar bewiesen. Dafür auf jeden Fall vielen Dank. Mehr in Kürze.

  • http://www.designenlassen.de/ Michael

    Ich finde es spannend, dass Sie den Crowdsourcing-Aspekt in Ihre Überlegungen einbeziehen. Wir betreiben ein Unternehmen dass sich auf Crowdsourcing spezialisiert hat und machen die Erfahrung, dass viele Entscheider gerade bei Marketing-Entscheidungen direktes Feedback aus einer Community zu schätzen wissen.

  • http://www.fuellhaas.com/2010/03/15/lesenswert-3-umgang-mit-online-kritik-im-social-web/ Lesenswert (3): Umgang mit Online-Kritik im Social Web – fuellhaas.com – Online Reputation Management, Personal Branding und Social Media

    [...] dem Onlinemarketing-Blog von Viminds. An dieser Stelle die Kurzfassung, die Details finden Sie im hier im ausführlichen [...]

  • http://www.statravel.de Karen

    @Michael
    Ja, das gleiche gilt für unser Unternehmen auch. Was könnte hilfreicher sein, als das Wissen, die Kreativität und die Meinung einer/unserer Community? Wir konzipieren gerade ein Corporate Blog und werden zum Beispiel das Thema Namensgebung mit der Community diskutieren. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Vorschläge!

  • viminds

    Hallo Karen, habt ihr eure Crowdsourcing Namensfindung schon hinter euch. Deine Erfahrungen würden uns interessieren. Wie habt ihr oder wollt ihr das realisieren?

  • http://www.statravel.de Karen

    Bisher haben wir erst mit internem Crowdsourcing gestartet: ein gemeinsames Brainstorming mit zahlreichen Mitarbeitern von STA Travel und ein offenes Dokument, in das jeder seine Ideen oder Gedanken eintragen konnte. Um die Web-Community mit einzubeziehen, möchte ich mich in den nächsten Wochen an unsere Twitter-Follower und an unsere drei Facebook-Communities (Deutschland, Österreich, Schweiz) wenden. Zunächst mit einer offenen Frage (“Habt ihr Ideen für einen Blognamen?”) und dann eventuell noch einmal mit einer Abstimmung (z.B. mit Hilfe von twtpoll.com).

  • Anonymous

    Hallo Karen,
    gibt es schon zeigbare Ergebnisse?

    Viele Grüße
    Dennis Born

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